Greg „The Hunter“ und Der unsichtbare Vertriebler – eine Realsatire

Greg The Hunter und Der Unsichtbare Vertriebler

Die Durststrecke dauerte doch länger, nurse als er dachte. Aber letztlich hatte er einen Arbeitgeber gefunden, story der seine wahren Qualitäten sofort erkannte und Wert schätzte: Vertriebler vom alten Schlag, cialis eine allgegenwärtige Persönlichkeit, klarer Fokus auf die Beziehungskiste! Relationship heißt das heute wohl. Man-kennt-sich-eben-in-der-Branche hatten sie das früher genannt.

Er sei jetzt die Geheimwaffe des Vertriebs, hatte sein Chef gesagt, als er vor einigen Wochen zu seinem ersten Arbeitstag erschien. Nur ausgewählte Personen – natürlich Top-Entscheider – anzusprechen und zu überzeugen, das sei seine Mission! Alles andere wäre Verschwendung einer zu wertvollen Ressourcen.

Das verhieß paradiesische Zustände:

  • wenig denken,
  • keine Argumente überlegen,
  • nichts schreiben, das länger als 100 Worte ist,
  • keine Folien kloppen,
  • keine Profile in irgendwelchen sozialen Medien pflegen,
  • kein Herumtreiben in Diskussionsforen,
  • kein lästiges Schreiben von Beiträgen in Sozialen Netzen,
  • nichts mit der Masse da draußen zu tun haben (dafür hatte sein Chef übrigens sofort gesorgt: die geheime Telefonnummer für die Geheimwaffe des Vertriebs).

 

All die Arbeiten macht jetzt ein Zuarbeiter für ihn. Wie war noch mal sein Name? INFO? Ja genau – so war wenigstens seine Emailadresse.

Aber leider gab es in letzter Zeit doch einige Wermutstropfen: immer wenn er einen seiner Top-Entscheider anrufen wollte, wurde er brüsk abgewiesen. Die Botschaft war dabei mehr als klar: „Who the Fuck Are You!?“ Wer sind Sie? Nie gehört! Kennt er Sie? Nein? Hat er schon einmal ihren Namen gehört? Nein? Dann wäre es wohl doch besser, Sie schreiben einfach eine Email an „info@“ und wir werden sehen … Er konnte es langsam nicht mehr hören.

Aber Moment mal! Die scheinen wohl auch alle einen „Info“ im Unternehmen zu haben! Vielleicht kennen sich mein „Info“ und deren „Info“ ja? Dann könnten die das mal schön untereinander auskungeln und mir dann Bescheid geben, wann mein Anruf erwartet wird. Problem gelöst!

Er genehmigte sich zufrieden eine großen Schluck seiner privaten, hochprozentigen Geheimwaffe „Monkey47 mit Gurke“ und begann sofort ein entsprechendes Memorandum an seinen „Info“ – cc: sein Chef – zu schreiben.


 

Und das Gegenmittel? Das richtige Agieren im Social Web (hier)

 

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